Aktuelles


Der Volkschor trauert um hans Weber

„Die Musik ist die Sprache der Engel“ sagte der schottische Philosoph Carlyle

 

 

Hans hat diese Sprache schon hier gesprochen

 

Der Volkschor trauert um

 

Hans Weber

(9.4.1936 – 12.7.2018)

 

Hans war seit 1955 Mitglied unseres Chores. Zunächst ein kraftvoller Tenor entwickelte er sich

nach und nach zum Bariton. Mit seinen Freunden Hubert und Wolfgang bildete er ein geniales Trio,

das  mit unterhaltsamen, anspruchsvollen szenischen Aufführungen zur Erheiterung bei diversen

Festen sorgte und viel Freude bereitete. Allen, die das erlebt haben, sind der Witz, die kraftvolle Stimme

und das schauspielerische Talent von Hans noch lebhaft vor Augen.

 

Hans war das gemeinsame Singen, auch ohne Notenkenntnisse und das gemeinsame Feiern

wichtig. Lange Jahre war der Weber-Hof Ziel der Himmelfahrtswanderung und auch später, als

Hans zu unserem Bedauern nicht mehr aktiv mitsang, war er beim dem Schlachtfest mehr als

10 Jahre großzügiger und engagierter Gastgeber für den Chor – mit seiner Frau immer unermüdlich

im Einsatz ----- bis es seine Kräfte nicht mehr zuließen.

 

Für all das sagen wir DANKE und haben uns bei der Trauerfeier von ihm verabschiedet.

 

Nikolaus Lenau, der so viele schöne Liedtexte verfasst hat, sagt 

Wenn wir aus dieser Welt durch Sterben uns begeben,

so lassen wir den Ort, wir lassen nicht das Leben.

 

Mit diesen Gedanken und in tiefer Trauer nehmen wir Abschied.

 

Hans, wir werden Dich in dankbarer Erinnerung behalten.

Volkschor Bruchköbel


Erfolgreiches Konzert des Chores am 28.05.2017 im gut gefüllten Bürgerhaus

Im gut besuchten Bürgerhaus präsentierte der Volkschor Bruchköbel unter der Leitung seines Dirigenten Michael Knopke nach einjähriger Probenarbeit einen über verschiedene Epochen weit gefächerten Bogen. Unter der engagierten Leitung des Dirigenten sang der Chor auf der von Blumen-Jäger geschmackvoll dekorierten Bühne sehr konzentriert und aufmerksam.

 

Der Volkschor Bruchköbel zeigte in diesem Konzert einmal mehr die gesamte Bandbreite seines Repertoires in anspruchsvollen à capella Werken wie dem differenziert gestalteten „La nuit“ von Rameau oder dem „Landsknechtständchen“ von Orlando di Lasso. Neben diesen, in italienischer und

französischer Sprache vorgetragenen Stücken, erklangen im ersten Konzertteil Volkslieder u.a. in Spanisch und Russisch.

 

Solistin des Konzertabends war Anna-Lena Kaschubowski, aus Bruchköbel stammend und derzeit im Masterstudiengang Liedgesang an der renommierten Musikhochschule in Leipzig studierend. Sie interpretierte die verschiedenen Facetten der Frühlingsgefühle in drei Mendelssohn Liedern mit weichem und doch kraftvoll-strahlenden Mezzosopran wundervoll differenziert und einfühlsam. Das „Gretchen am Spinnrad“ von Franz Schubert gestaltete die junge Sängerin mit ihrer warmen, runden Stimme innig und melancholisch verzweifelt. Mit Annette Schneider am Flügel hatte die Solistin eine virtuos und musikalisch einfühlsam spielende Partnerin. 

 

Das Konzertprogramm war sehr abwechslungsreich und so erklang mit „Auf den Flügeln der Liebe“ ein moderneres Stück, bevor Max Raabes „Für Frauen ist das kein Problem“ den schmissigen Abschluss des ersten Konzertteils bildete Auch hier zeigt sich der Chor rhythmisch und intonatorisch

sicher mit sehr guter Artikulation.

Nach der Pause erwarteten die Konzertbesucher die Comedian Harmonists. Hier zeigte sich, dass der Chor in den eigenen Reihen über gute Solisten verfügt. Jacqueline Kaschubowski, Alt, die am Dr. Hoch`s Konservatorium unterrichtet wird und Ortwin Frühm, Bariton, der Unterricht im Gesangsstudio Wrangel nimmt, sowie der ehemalige Sänger der Regensburger Domspatzen, Stefan Janson sangen „Veronika, der Lenz ist da“ gemeinsam mit Anna-Lena Kaschubowski schwungvoll und voller Esprit. Gleichermaßen beschwingt intonierte der Chor dann das mottogebende „Wochenend und Sonnenschein“.

 

Verführerisch einschmeichelnd gestaltete Anna-Lena Kaschubowski die Arie “Mon Coeur S`ouvre a ta voix“ von Camille Saint Saens mit der Dalila Samson in der gleichnamigen Oper umgarnt,ihm das Geheimnis seiner Stärke entlockt und seine Vernichtung besiegelt. Im Musicalteil hingegen war die Sängerin als Eliza Doolittle jugendlich verträumt und verliebt zu erleben.

 

Medleys aus „Tarzan“ und „Jekyll and Hyde“ standen danach auf dem Programm Der Chor meisterte die Anforderungen der rhythmisch anspruchsvollen Werke sicher, überzeugte mit sauberem Klang und Artikulation und sang begeisternd. Mit diesem so gelungenen abwechslungsreichen Sommerkonzert zeigte der Volkschor Bruchköbel erneut, wie vielfältig Singen sein kann.

 

Das begeisterte Publikum spendete lang anhaltenden Applaus und forderte eine Zugabe. Viele der Konzertbesucher freuen sich auf das nächste, wieder geistliche Projekt im Jahr des 160 Jubiläums „Volkschor Bruchköbel, 160 Jahre und kein bisschen leise“. Zu wünschen wäre dem Chor, der freitags von 18-20 Uhr probt, hierzu ein Zuwachs an Menschen, die Lust am Singen haben und an anspruchsvoller Chorarbeit Interessiert sind; dies vor allem in den Männerstimmen.